Mit der Spanierin Aurora CID komplettiert eine Meisterin der skulpturalen Extraktion die Ausstellung. Sie kam von der Architekturgeometrie zur Naturgeometrie, bejahte für sich den Übergang von der Berechnungsgeometrie zur Zufallsgeometrie. Die Künstlerin pendelt zwischen der Geometrie in der Architektur und der Geometrie der Natur, spielt mit Gleichheit und Differenz, Berechnung und Zufall, Kontinuität und Variation, Dynamik und Spannung und erzeugt so eine einzigartige S Extraktion die Ausstellung.
Bereits 2019 zeigte Tiziana Trezzi bei BURN-IN die Ausstellung Imprints of life - the female perspective. Die Meisterin der Chromatologie begeistert mit ihren surrealistischen und hyperrealistischen Werken. Sie konzipiert gekonnt formale Räume in evokativen Gemälden und unterlegt diese mit ausdrucksstarken Botschaften. Parallelen zu Frieda Kahlo tun sich auf. Beide berichten von den ganz persönlichen Abdrücken, den Spuren des Lebens und die der Gesellschaft auf die Protagonistinnen.
Ellen Semens Großformat in Öl auf Leinwand Es geht nicht mehr Superman muss her aus dem Jahre 2007 beschreibt die aktuelle Stimmungslage in klarer Bildsprache. Voller Sehnsucht kokettiert sie mit dem Helden und präsentiert einen modernen Robin Hood, der für das Gute kämpft und als unermüdlicher Troubleshooter agiert. Ergründet man die Historie der Figur, zeigt sie sich auch als Exponent der freien Welt während des Kalten Krieges - Stichwort Gerechtigkeitsliga. Welche Parallele zur aktuellen politischen Lage.