Hannah Kaufmann, 1978 in Graz geboren, bewegt sich zwischen Architektur, Fotografie und bildender Kunst – eine Verbindung, die sich durch ihre gesamte Laufbahn zieht. Nach einem Studium der Architektur in Wien und Graz verschob sich ihr Fokus zunehmend auf künstlerische Prozesse, die sie an der Akademie der Bildenden Künste Wien weiterentwickelte. Ihr Abschluss 2024 mit ausgezeichnetem Erfolg steht exemplarisch für ihren analytischen und zugleich intuitiven Zugang zur Kunst. Ergänzt wurde ihre Ausbildung durch ein Studium der künstlerischen Fotografie an der Schule Friedl Kubelka und ein prägendes Auslandsjahr in Mexiko.
Kaufmanns Arbeiten wurden vielfach gezeigt, unter anderem auf der Parallel Vienna, der Galerie Raum mit Licht, der Jan Arnold Gallery, der Galerie im Ersten, dem Afroamerikanischen Institut und der Akademie der Bildenden Künste Wien. Ihre künstlerische Praxis wurde früh ausgezeichnet: Das Schütte-Lihotzky-Projektstipendium des BMUKK (2012) würdigte ihre forschende Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Raum, 2021 folgte eine Förderung der Sektion Kunst und Kultur des BMKOES für ihren Foto-Bildband über Margarete Schütte-Lihotzky. Die konsequente Verknüpfung von Theorie und Praxis, von Dokumentation und künstlerischer Reflexion prägt ihr Werk bis heute.
In Wien lebend und arbeitend, verfolgt Hannah Kaufmann eine künstlerische Linie, die analytische Strukturen mit poetischer Präzision verbindet. Ihr Gespür für Raum und Zeit, ihre feine Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, alltägliche Bewegungen in künstlerische Konzepte zu überführen, machen ihr Werk zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Erinnerung in der zeitgenössischen Kunst.