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STILLE DES SEINS LINDA

Linda Steinthórsdóttir wurde 1968 in Keflavik (Island) geboren. Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft mit den Schwerpunkten Kunstgeschichte und Audiovision in Salzburg und an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg bei Varda Caivano. BURN-IN vertritt Steinthórsdóttir seit Dezember 2020 und zeigte bereits im Juni 2020 die Ausstellung IRISIERENDES ISLAND, in der sie die Anderswelt, Naturschauspiele und Naturschönes von ihrer Heimatinsel präsentierte.

Steinthórsdóttirs Arbeiten (Nordlicht, Black & White Series, Gletscher, Asche) werden der Minimal-Art zugerechnet. Sie generieren als Essenz die Identität von Landschaften und der Natur. Wobei die Einfachheit der Form nicht unbedingt mit einer Einfachheit des künstlerischen Erlebnisses einhergeht. Die Arbeiten bestechen durch eine enorme Lebendigkeit, welche schwer in Worte zu fassen ist. Diese Bilder, so einfach sie auch aussehen mögen, entfalten je nach Blickwinkel oder Lichteinfall ihre eigentliche Magie und Vielfältigkeit. Ebenso wie die unglaublichen Facetten des Lichts, die Lichtspiegelungen oder die Lichtbrechungen auf Wasser und Eis.

Eine unglaubliches, majestätisches Farbspektakel schillert in all seiner natürlichen, irisierenden Anmut.
 
Ihre Werke in Spachteltechnik sind abstrakt und minimalistisch. Im Wechsel des Lichts und der Perspektive beginnen die reliefartigen Strukturen ein Eigenleben zu führen, unterliegen ständiger Wandlung. Die facettenreiche Natur Islands ist für Steinthórsdóttir stets Quelle der Inspiration. Natürliche Materialien, wie die Asche des Vulkans Eyjafjallajökull, der 2010 Europa tagelang lahmlegte, finden sich in den nahezu monochromen Arbeiten und stehen für Vergänglichkeit, Wandel und Nachhaltigkeit.

Neben der künstlerischen Tätigkeit (Ausstellungen ab 2005) arbeitet die Künstlerin für namhafte Medienunternehmen und Organisationen im Kunst- und Kulturbereich (u.a. ORF, ARS electronica, Linz09) und fungiert als Initiatorin und Organisatorin für internationale Symposien (ART DIAGONALE Traunkunst, 2016 | ART DIAGONALE II Region Korpúlfsstadir – Reykjavik, 2017 | ART DIAGONALE III, Museum Angerlehner und Symposiumshalle Messe Wels, 2018). Der Aufbau der starken isländisch-österreichischen Kunst-Achse trägt ihre Handschrift.

Seit 2000 lebt und arbeitet sie in Linz.