
Ellen Semen wurde 1971 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (1992—2001) Malerei bei Prof. Peter Chevalier (1996—1999), am Surikov Institut in Moskau (1998), an der École des Beaux-Arts in Marseille (1999) und Kunst und intermediales Gestalten bei Sotorius Michou in Stuttgart (1999—2001).
1999 erhielt Semen den Akademiepreis der Kunstakademie Stuttgart für Malerei und das Stipendium Marseille (Deutsch-Französisches-Jugendwerk). 1998 das Stipendium Moskau (Künstlerweg e.V.).
Seit 1996 zahlreiche Solo- und Gruppenausstellungen in Kroatien, Bosnien-Herzegovina, Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Malerin und Zeichnerin mit kroatischen Wurzeln überrascht mit Bildern, in denen die Sehnsucht nach einer konfliktfreien Welt durchschimmert, in die aber unmittelbar Gewalt einbricht. Die vordergründig liebliche Malerei entführt in eine ungeschönte Realität, in der immer wieder unerwartete Bildelemente den Bildraum betreten. Sie fordern den Betrachter und stellen ihn auf eine harte Probe. Denn das vermeintlich Schöne, Unschuldige wird von Überraschendem, Unangenehmem unterwandert. Harmloses vermengt sich mit Grauenvollem. Letztendlich versöhnen die satten, leuchtenden Töne, die einen positiven und optimistischen Eindruck entstehen lassen. Ellen Semen meint dazu: „Meine Werke sind dunkel angelegt, aber hell erwünscht. Sie versuchen, der real existierenden Gewalt heimlich die Utopie des Friedens einzuschreiben.“
Kirstin Breitenfellner

Kirstin Breitenfellner wurde 1966 in Wien geboren und verbrachte ihre Kindheit in OÖ, Tirol und Hessen. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin, Literaturkritikerin, Publizistin und Yogalehrerin in Wien und Oberösterreich.
Sie studierte Germanistik, Philosophie und Russisch an den Universitäten Heidelberg und Wien. Diplom Heidelberg. Breitenfellner ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Breitenfellner schrieb als Literaturkritikerin für Medien wie Falter, Standard, Wespennest und Radio Ö1. Sie hat 16 Bücher publiziert. Derzeit betreut sie die monatliche Kinderbuchseite im Falter und die Lyrikrezensionen auf www.poesiegalerie.at.
Romane: Maria malt, Picus, 2022 | Bevor die Welt unterging, Picus, 2017 | Die Überwindung des Möglichen, Horlemann, 2012 | Falsche Fragen, Skarabæus, 2006 | Der Liebhaberreflex, Skarabæus, 2004.
Darüberhinaus zahlreiche Kinder- und Sachbücher.
Auszeichnungen: Maria malt erhielt drei Auszeichnungen (Buch des Monats November 2022 von Radio Ö1, Buch der Woche 45/2022 von www.literaturhaus.at) | ORF-Bestenliste, Platz 9, Januar 2023.
Staatsstipendium Literatur 2006/07 | Buchprämie des Bundeskanzleramts 2005 | Autorenprämie des Bundeskanzleramts 2004 | AutorInnenstipendium der Stadt Wien 2003 | Auszeichnung bei der Internationalen Buchmesse „Grüne Welle“ in Odessa 2004 | Bestes ausländisches Buch / Beste Übersetzung 2003.