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In Erinnerung an Philomena Pichler (1947–2026)

Am 5. Jänner 2026 ist Philomena Pichler verstorben. Wir sind traurig – und senden der Familie und allen, die ihr nahestanden, unsere aufrichtige Anteilnahme. Für BURN-IN war sie weit mehr als eine künstlerische Position: Sie hat unsere Galerie mit ihrer Präsenz, ihrem Denken und ihrer Kunst bereichert – als Wegbegleiterin und Freundin. Wer sie erlebt hat, erinnert sich an eine eigenständige, starke Persönlichkeit: Philomena wusste genau, was sie will – klar, präzise, mit Haltung. Einige Impressionen lassen die Erinnerung an gemeinsame Wege und geteilte Momente noch einmal aufleben.

Pichlers Werk ist ein früher, überzeugender Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Kunst – nicht als Schlagwort, sondern als künstlerische Konsequenz. Sie arbeitete mit bereits verwendeten Materialien, verwandelte das Funktionale in etwas Sinnliches, und machte Objektkunst zu einem zentralen Bestandteil ihres Œuvres. Der „Bilderwald“, 2002 begonnen, ist dafür exemplarisch: Kartonrollen werden zu Baum-Ensembles, aus Material wird Metamorphose, aus Wegwerfen wird Wert. Dass BURN-IN dieses Denken teilt, führte zu einer langjährigen Zusammenarbeit: seit 2014 präsentierten wir ihre Arbeiten, u. a. in „Transparenz und Nachhaltigkeit“ sowie in „Bilderwald“ (März 2018). Ihre Kunst bleibt – als ästhetisches Argument, und als Haltung.